Warum es nicht gleich selber und besser machen, hat sich Ai Weiwei wohl gesagt. Seit geraumer Zeit stehen vor seinem Haus in Peking Videokameras , mit denen die Polizei kontrolliert, wer ihn besucht und wann er das Haus verlässt. Nun hat er selber 4 Kameras in seinem Haus installiert, die per Stream mit dem Internet verbunden sind. So kann jetzt die ganze Welt an seinem Leben teilhaben, anstatt wie bisher nur die staatlichen Überwachungsorgane.
Heute morgen konnte man Ai Weiwei bei einem Nickerchen im Innenhof seines Hauses beobachten, später dann bei der Arbeit am Computer.
Inzwischen ist der Bilderstrom aber abgerissen, die Webseite http://weiweicam.com/ zeigt im Moment keine Inhalte mehr. Ob das nun am großen Interesse des weltweiten Publikums liegt, welches zu einer Überlastung der technischen Infrastruktur in Ai Weiweis Haus geführt haben könnte (“Server Probleme”) oder ob staatliche Eingriffe zum Ausfall der Seite führen, ist derzeit nicht bekannt.
Link:
www.bbc.co.uk/news/world-asia-17601407
www.taz.de/Protest-gegen-chinesische-Kontrollbehoerden/!90887/