Mai
15
2012

Vortrag über China in den Werken Karl Mays am 26.6.

Der Deutsch-Chinesische Freundeskreis Tübingen lädt zu einem Vortrag des Sinologen  Dr. Ulrich Theobald zu dem Thema “Stinktöpfe und Ölprinzen – China in den Werken Karl Mays” ein.

Termin: Dienstag, 26. Juni 2012

Ot: Hirsch-Begegnungsstätte Tübingen, Hirschgasse 9, Großer Saal

Mai
15
2012

Vortrag “Joseph Needham und sein Werk Science and Civilisation in China”

Der Deutsch-Chinesische Freundeskreis Tübingen lädt ein zu einem Vortrag von Dr. Bernd Stutte zu dem Thema “Joseph Needham und sein epochales Werk “Science and Civilisation in China”". Needham (1900-1995) war ein britischer Biochemiker, der sich mehrere Jahrzehnte mit der Naturwissenschafts-, Technik- und Kulturgeschichte Chinas beschäftigte. Seit 1954 erschienen zahlreiche Bände des von ihm konzipierten Handbuchs “Science and Civilisation in China”. Needham hat wesentlchen Anteil daran, daß die vorwiegend auf den Westen ausgerichtete Naturwissenschafts- und Technikgeschichte ihren Blick stärker nach Osten wandte. Dabei stellte sich heraus, daß dort Entwicklungen stattgefunden haben, die denen im Westen ebenbürtig waren oder sie noch übertrafen.

Termin: 24. Mai 2012, 20.00 Uhr

Ort: Hirsch-Begegnungsstätte Tübingen, Hirschgasse 9, Großer Saal

Mai
14
2012

Das China-Engagement der Robert-Bosch-Stiftung

Am Dienstag, 22. Mai, 19.30 Uhr referiert der Buch-Autor und China-Kenner Oliver Radtke, Leiter des Chinaprogramms der Robert-Bosch-Stiftung, von der Innenseite aus über die Aktivitäten der Stiftung in China, über seine berufliche wie private Begegnung mit China und den Menschen, Positives und Hindernisse auf dem Weg eines erfolgreichen Unternehmens im Reich der Mitte.

Ort: Alte Kelter, Kelterberg 5, 70563 Stuttgart-Vaihingen

Apr
21
2012

WirtschaftsWoche Sonderheft China

Am 23.4.2012 erscheint in der Reihe WirtschaftsWoche Global das Sonderheft “China” mit dem Titel “Der Aufstieg des Drachen – Von der Imitation zur Innovation – die chinesische Herausforderung”. Einige Themen sind:

-Bilanz: Wie die deutsche Wirtschaft in China abschneidet

-Maschinenbau: Wo die Chinesen als Nächstes angreifen

Schule: Wie die Chinesen ihre zukünftige Elite ausbilden

Apr
17
2012

Gottlieb Olpp als Tropenmediziner in China

Der Arzt Gottlieb Olpp (1872-1950) ging nach einer Spezialausbildung in Tropen- und Infektionskrankheiten 1898 nach China. Im subtropischen Dongguan, einer mittelalterlichen Stadt mit 250 000 Einwohneren in der Nähe von Hongkong, kam er im Missionshospital in Kontakt mit Patienten, die an chronischer Opiumvergiftung litten, musste feststellen, dass die Pest in diesem Teil der Welt ihren Schrecken noch nicht verloren hatte und beschäftigte sich intensiv mit chinesischer Medizin. 1907 kehrte Olpp, ausgelaugt und erschöpft, wieder nach Deutschland zurück. Er wurde in Tübingen Direktor am Deutschen Institut für ärztliche Mission (DIFÄM) und des Tübinger Tropengenesungsheims. (Tagblattanzeiger, 4.1.2012)

Apr
17
2012

Oeffentliche Demontage eines Prinzen

Der Spitzenpolitiker BO Xilai, der Sohn eines der prominentesten Kader aus der Gründungsphase der Partei, fällt tief und stürzt die Partei ins Dilemma. Er war Mitte März als Parteisekretär der Riesenstadt Chongqing gestürzt worden. Der einst als Schlüsselfigur der künftigen Führung gehandelte Bo ist jetzt wegen mutmaßlicher “schwerer Disziplinarvergehen” aller Ämter enthoben worden. Das wird als öffentliches Eingeständnis von Korruption und Amtsmißbrauch in den höchsten Rängen der Kommunistischen Partei angesehen. Die Formulierung bedeutet in der Regel, dass eine Verurteilung wegen Korruption bereits beschlossene Sache ist.

In China war es seit langem ein offenes Geheimnis, dass Bo Xilai, der sich selbst gerne als Chinas erfolgreichsten Mafiabekämpfer inszenierte, selbst regelmäßig von mafiösen Methoden Gebrauch machte. Auch über die dubiosen Geschäfte seiner Frau wurde seit Jahren gemunkelt. Obwohl der 62-jährige stets umstritten war, galt er bis vor Kurzem noch als sicherer Anwärter auf einen Platz im innersten Machtzirkel, dem neunköpfigen Ständigen Ausschuss des Politbüros, der beim Parteitag im Herbst neu besetzt wird. (Stuttg. Zeitung, 12.4.2012)

Apr
17
2012

Evonik beendet Joint Venture wegen Schmiergeld

Der Essener Chemiekonzern Evonik ist bei einem Joint Venture in China offenbar an einen kriminellen Partner geraten. Es geht um ein kleines Gemeinschaftsunternehmen mit einem Jahresumsatz von 40 Mio €, das Chemikalien für die Pestizidherstellung produziert. Evonik hält 65% an dem Unternehmen, 35% liegen bei einem chinesischen Geschäftsmann mit zunächst exzellentem Ruf. Bis 2009 lief alles gut. Die Revision von Evonik deckte auf, dass es schon vor der Gründung des Joint Ventures im Jahr 2005 Bilanzmanipulationen der chinesischen Seite und später unerklärliche Zahlungen und Geschenke gab. Der Mitgesellschafter soll gleichzeitig Anteile an einer Konkurrenzfirma gehalten und Mitarbeiter aus dem Joint Venture in anderen Firmen eingesetzt haben. Als er auch noch den Chefposten wollte, eskalierte der Streit.

Der deutsche Joint Venture -Chef wurde Ende 2010 vor dem Werksgelände zusammengeschlagen. Seinem Nachfolger wurden Mobiltelefon und Laptop zerstört. Der endgültige Bruch kam, als der chinesische Mitgesellschafter versucht haben soll, sich 850.000 € Schmiergeld an die chinesischen Behörden von Evonik erstatten zu lassen, was die Essener erbost ablehnten. Jetzt will Evonik schnellstmöglich aus der Gemeinschaftsfirma raus. (FTD, 17.4.2012)

Apr
4
2012

Was macht eigentlich Ai Weiwei gerade?

Warum es nicht gleich selber und besser machen, hat sich Ai Weiwei wohl gesagt. Seit geraumer Zeit stehen vor seinem Haus in Peking Videokameras , mit denen die Polizei kontrolliert, wer ihn besucht und wann er das Haus verlässt. Nun hat er selber 4 Kameras in seinem Haus installiert, die per Stream mit dem Internet verbunden sind. So kann jetzt die ganze Welt an seinem Leben teilhaben, anstatt wie bisher nur die staatlichen Überwachungsorgane.

Heute morgen konnte man Ai Weiwei bei einem Nickerchen im Innenhof seines Hauses beobachten, später dann bei der Arbeit am Computer.

Inzwischen ist der Bilderstrom aber abgerissen, die Webseite http://weiweicam.com/ zeigt im Moment keine Inhalte mehr. Ob das nun am großen Interesse  des weltweiten Publikums liegt, welches zu einer Überlastung der technischen Infrastruktur in Ai Weiweis Haus geführt haben könnte (“Server Probleme”) oder ob staatliche Eingriffe zum Ausfall der Seite führen, ist derzeit nicht bekannt.

Link:

www.bbc.co.uk/news/world-asia-17601407

www.taz.de/Protest-gegen-chinesische-Kontrollbehoerden/!90887/

Mrz
26
2012

Ausstellung “Die Kultur der Kulturrevolution” in Zürich

Personenkult und politisches Design im China Mao Zedongs zeigt die Ausstellung im Völkerkunde -Museum der Universität Zürich. Die Ausstellung nähert sich dem Alltag in der Kulturrevolution (1966-1976) und versammelt von Mao-Buttons über Fotos bis hin zu Geschirr Gegenstände des Alltags. Die Sammlung stammt aus dem Besitz des Chinakenners und Zeitzeugen Helmut Opletal und vermittelt ein originäres Bild jener Zeit.

Der Deutsch-Chinesische Freundeskreis Tübingen unternimmt am Sonntag, 6. Mai 2012, eine Exkursion nach Zürich, um unter Führung des Sinologen Dr. Andreas Seifert die Ausstellung zu besuchen. Interessenten können sich bis 20.4. bei Elmar Plöger telefonisch anmelden (Tel. 968681).

Mrz
26
2012

Hongkong: Reibungen mit dem großen Bruder

Gestern (25.3.2012) wurde in Hongkong der neue Regierungeschef gewählt. Dank des undemokratischen Wahlrechts konnte der Kandidat Pekings gewinnen. Erst 2020 soll es ein allgemeines, freies und gleiches Wahlrecht geben.

China ist für Hongkongs Wohlstand sehr wichtig. Da aber die Systeme und Lebensstile in China und Hongkong sehr unterschiedlich sind, kommt es zu vielen Reibungen. So haben sich im vergangenen Jahrzehnt die Immobilienpreise in Hongkong verdreifacht, weil nicht zuletzt reiche Festlandchinesen viele Immobilien kauften, um vor Enteignung sicher zu sein. Die Festländer kaufen in Hongkong in großen Mengen Lebensmittel und Luxusgüter, weil sie sich auf deren Echtheit verlassen können. Die Geburtskliniken Hongkongs werden von vielen auswärtigen Schwangeren belegt. Schon jedes zweite Neugeborene stammt vom Festland. Das garantiert den Kindern 12 kostenfreie Schuljahre, einen Studienplatz, den Zugang zum Gesundheitswesen und zu Sozialwohnungen. Es ärgert manchen Hongkonger, dass viele nichts zum Wohstand beitragen, von dem sie profitieren.  Das Scheitern des Festlands in der Durchsetzung verlässlicher Regularien und das schwindende Vertrauen treiben die Chinesen zu Tausenden ins kleine Hongkong. (FAZ, 24.3.2012)